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Beratung und Vertretung bei Krise und Insolvenz

Ich wende mich an (ehemals) Selbständige und Unternehmen, Geschäftsführer und Gesellschafter, die sich in einer Krise oder bereits in der Insolvenz bzw. im Restschuldbefreiungsverfahren befinden.

In diesen Situationen treten neben die bestehenden Schwierigkeiten (psychologisch, familiär, finanziell) rechtliche Minenfelder und Akteure wie Insolvenzverwalter, Inkassobüros und Anwälte, mit denen der „Normalbürger“ bisher wenig zu tun hatte, die aber auf ihrem Gebiet Experten und damit oftmals hartnäckige und unangenehme Gegner sind. Eine möglicherweise überschuldete Erbschaft und die Frage, wie wie mit diesem Nachlass umzugehen ist, kann erhebliche Folgen für die Familie haben, die noch mit der Verarbeitung des Todes des Erblassers belastet sind.

Die Insolvenz, auch die Nachlassinsolvenz, stellt eine rechtliche Zäsur dar. Es gelten dann die Spezialregelungen der Insolvenzordnung, die das vertraute bürgerliche Recht in weiten Teilen überlagern und außer Kraft setzen. Dem Spezialwissen der Fachleute sollten Sie als Betroffener auf Augenhöhe begegnen und einen Berater an Ihre Seite nehmen.

Viele derjenigen, die bereits als Betroffener Kontakt mit einer Insolvenzkanzlei hatten, verbinden damit eher schlechte Erfahrungen. Bessere Erfahrungen machen zunächst diejenigen, die der Verwalter noch „braucht“ oder die ihm etwas aus der Masse abkaufen sollen.

Doch auch diese Personen werden sich verwundert die Augen reiben, wenn der bisher so „nette“ Insolvenzverwalter eine Weile nach dem guten Geschäft oder dem konstruktiven Gespräch auf Anwaltsbriefpapier ein Anspruchsschreiben schickt, mit dem Tausende von Euro binnen kurzen Frist zur Masse verlangt werden. Stichworte, die schon so manchem zu Angstbegriffen wurden, lauten „Insolvenzanfechtung“, „Geschäftsführerhaftung“ oder die Forderung zur „Aufbringung des Stammkapitals“. Wird nicht gezahlt, erfolgt die Klage, die von derselben Kanzlei „erledigt“ wird. Hier empfiehlt sich unbedingt eine fachkundige Unterstützung. In vielen Fällen führt die Beratung dazu, dass Ansprüche abgewehrt, reduziert oder vermieden werden.

Spiegelbildlich könnten Ihnen noch Ansprüche gegen das Unternehmen zustehen, etwa aus einer betrieblichen (Direkt-) Versicherung, als Gesellschafter / Geschäftsführer, als Vermieter, Darlehensgeber, Sicherungsgeber usw. Aus seinem Selbstverständnis heraus wird der Verwalter jedoch Ansprüche nach Möglichkeit von seiner Masse fernhalten, selbst wenn gute Gründe für Ihren Anspruch sprechen. Die Kenntnis der insolvenzrechtlichen Spezialitäten bietet hier Ansatzpunkte, Ihren Interessen zur Geltung zu verhelfen.

Aus meiner Erfahrung in Verwalterkanzleien kenne ich die arbeitsteilige Praxis des Backoffice, die Mentalität der Verwalter und die Abläufe bei der Bearbeitung der Verfahren mit dem Blick von innen. Über solche Insidervorteile verfügen „normale“ Anwälte nicht. Sollten Sie Schwierigkeiten mit einem Insolvenzverwalter haben, bringt dieses Wissen erhebliche Vorteile.

Anwaltliche Dienstleistungen für Kanzleien und Verwalter

Ich wende mich an Kanzleien sowie Zwangs- und Insolvenzverwalter und biete in meinen Tätigkeitsbereichen die Erstellung juristischer Gutachten, Entwürfe und Expertise zu konkreten Fragestellungen auf der Grundlage freier Mitarbeit an.

Ebenso biete ich die projektbezogene Mitarbeit in einzelnen Verfahren oder Einzelfragen bei Großverfahren zur temporären Entlastung des Teams als Freelancer an. Etwa bei der Sichtung und Prüfung komplexer und umfangreicher Unterlagen auf das Bestehen insolvenzspezifischer Ansprüche kann ein bewährtes Team schnell überfordert sein, wenn umfangreiche Unterlagen und Informationen zur Prüfung in einem überschaubaren Zeitraum gefordert sind.

Schließlich ist ein weiterer Teilbereich die Anspruchsgeltendmachung über die Prozessführung bis hin zur ggfs. auch zwangsweisen Durchsetzung für Mandanten, Kanzleien und Verwalter und spiegelbildlich die Abwehr von Ansprüchen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Prüfung, Ermittlung und Geltendmachung der Insolvenzanfechtung, Organ- und Gesellschafterhaftung gem. InsO, GmbHG, AktG, § 823 ff. BGB.

 

 

Beratung und Vertretung im Zivilrecht und Wirtschaftsrecht

Hierzu gehören schwerpunktmäßig die Rechtsgestaltung und die Beratung der Unternehmenslenker und Gesellschafter im Handels- und Gesellschaftsrecht bei kleineren bis mittleren Unternehmen. Mandanten sind Freiberuflerpraxen und Einzelunternehmer, gerade auch in Nachfolge-, Übertragungs- und sonstigen Gestaltungsfragen. Daneben stellen sich dem Unternehmer im Alltag eine Fülle von Rechtsfragen, wie Vertrags- und AGB-Recht, schlichte Zahlungs- oder auch komplexe Schadensersatzansprüche. Die Betreuung reicht von der außergerichtlichen Vertretung über die Prozessführung bis zur Durchsetzung im Wege der Zwangsvollstreckung.

Dabei versuche ich grundsätzlich stets, einen Rechtsstreit zu vermeiden und den Konflikt außergerichtlich zu befrieden. Gerade der Griff zum Telefonhörer kann in vielen Fällen deeskalierend wirken, bevor Positionen völlig verhärtet sind.

Andererseits müssen Berufs-Pleitiers wie der sprichwörtliche „Schuldenkönig“ durch konsequentes, persönlich geleitetes Forderungsmanagement und zügiges Einleiten des gerichtlichen Verfahrens entlarvt und daran gehindert werden, weiteren Schaden anzurichten.

Einen Schwerpunktbereich bildet die Beratung und Vertretung im Bereich des Erbrechts und der damit verwandten vorsorgenden Gestaltung, wie Vorsorgevollmachten, Patienten- und Betreuungsverfügungen. Sowohl der Unternehmer und seine Familie, als auch die meisten anderen Menschen haben hier Beratungsbedarf, der zwar erkannt, gerne aber immer wieder aufgeschoben wird, weil die Auseinandersetzung mit Unfall, Krankheit und Tod gerne beiseite geschoben wird. Bisweilen gibt ein konkreter Anlass im eigenen Umfeld den Anlass, sich dieses höchstpersönlichen Themas anzunehmen. Dann ist es gut zu wissen, dass der Berater nicht nur Interessenvertreter und Vertrauensperson ist, sondern auch effizient und kostentransparent arbeitet und für den Mandanten stets erreichbar und ansprechbar ist.

In dem Spezialgebiet des Nachlassinsolvenzverfahrens schließlich trifft das Insolvenzrecht mit seinem Anfechtungsrecht auf die ausdifferenzierten Regelungen des Erbrechts zusammen. Dies erfordert für die dem Insolvenzverwalter gegenüber stehenden Betroffenen, etwa den wegen des Todesfalls aus einer Lebensversicherung Begünstigten, erst recht eine kundige Beratung und engagierte Vertretung.