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Beratung und Vertretung bei Krise, Sanierung und Insolvenz

Ich wende mich an (ehemalige) Unternehmer, Geschäftsführer und Gesellschafter, die sich in einer wirtschaftlichen bzw. finanziellen Krise oder bereits in der Insolvenz oder im Restschuldbefreiungsverfahren befinden.

In diesen Situationen treten neben die bestehenden Schwierigkeiten (psychologisch, familiär, finanziell) rechtliche Minenfelder und Akteure wie Insolvenzverwalter und Inkassobüros, die hartnäckige und unangenehme Gesprächspartner sind. Eine möglicherweise überschuldete Erbschaft, ein Geschäft, das abgewickelt oder neu aufgestellt werden muss und die Frage, wie überhaupt mit dem Nachlass umzugehen ist, kann erhebliche Folgen für die Familie haben, die noch mit der Verarbeitung des Todes des Erblassers belastet sind. Gerade hier lauern zahlreiche rechtliche Risiken, die der Laie nur durch zeitige und qualifizierte Beratung umschiffen kann.

Die Insolvenz, auch die Nachlassinsolvenz, stellt eine rechtliche Zäsur dar. Es gelten dann die Spezialregelungen der Insolvenzordnung, die das gewohnte bürgerliche Recht in weiten Teilen überlagern und sogar außer Kraft setzen. Dem Spezialwissen der der Ihnen in diesen Situationen gegenübertretenden Fachleute, zu denen auch Staatsanwälte, Krankenkassen oder Banken gehören können, sollten Sie als Betroffener auf Augenhöhe begegnen und einen anwaltlichen Berater an Ihre Seite nehmen.

Ich unterstütze Sie etwa bei einer außergerichtlichen Schuldenregulierung zur Vermeidung einer Insolvenz oder auch als Verteidiger gegenüber insolvenznahen Strafvorwürfen, wie Vorenthaltung von Arbeitnehmerbeiträgen (§ 266a StGB), Verletzung von Buchführungspflichten, Bankrott oder Insolvenzverschleppung.

Viele derjenigen, die bereits als Betroffene Kontakt mit einer Insolvenzkanzlei hatten, verbinden damit schlechte, teilweise sogar traumatische Erfahrungen. Besser werden zunächst die behandelt, die der Verwalter noch „braucht“ oder die ihm etwas aus der Masse abkaufen sollen.

Doch auch diese Personen werden sich verwundert die Augen reiben, wenn der bisher konziliante Insolvenzverwalter eine Weile nach dem guten Geschäft oder dem konstruktiven Gespräch auf Anwaltsbriefpapier ein Anspruchsschreiben schickt, mit dem Tausende von Euro binnen kurzen Frist (meist 14 Tage) zur Masse verlangt werden. Stichworte, die zu Angstbegriffen werden können, lauten „Insolvenzanfechtung“, „Geschäftsführerhaftung“ oder die Forderung zur „Aufbringung des Stammkapitals“. Wird nicht gezahlt, erfolgt umgehend die Klage, die von derselben Kanzlei „erledigt“ wird. Hier empfiehlt sich unbedingt eine fachkundige Unterstützung. In vielen Fällen führt die Beratung und Vertretung  durch einen Experten im Insolvenzrecht dazu, dass Ansprüche ganz abgewehrt oder zumindest signifikant reduziert werden. Manche Insolvenzverwalter nutzen Ihren Wissensvorsprung gegenüber arglosen Menschen in schamloser Weise aus und konstruieren Ansprüche, die von Anfang an unberechtigt sind. Dem gilt es höflich, aber ganz entschieden entgegenzutreten.

Spiegelbildlich könnten Ihnen noch Ansprüche gegen das Unternehmen zustehen, etwa als Gesellschafter oder Geschäftsführer, als Vermieter, Darlehensgeber, Sicherungsgeber. Aus seinem Selbstverständnis heraus wird der Verwalter jedoch prinzipiell alle Ansprüche von seiner Masse fernhalten, selbst wenn gute Gründe für Ihren Anspruch sprechen. Nur die Kenntnis der insolvenzrechtlichen Spezialitäten kann in diesem Konfliktfall Ihren Interessen zur Geltung verhelfen.

Aus meiner Erfahrung in Verwalterkanzleien kenne ich die arbeitsteilige Praxis des Backoffice, die Mentalität hartleibiger Verwalter und die Abläufe bei der Bearbeitung der Verfahren mit dem Insider-Blick. Über solche Insidervorteile verfügen „normale“ Anwälte nicht, die ohnehin wenig insolvenzbeschlagen sind, wenn sie nicht gerade den Verwalteralltag kennen. Sollten Sie Schwierigkeiten mit einem Insolvenzverwalter haben, bringt dieses Wissen erhebliche Vorteile.

Zivilrecht und Zivilprozess

Das allgemeine Zivilrecht regelt eine Fülle an Rechtsfragen des Alltags, ob sie nun im Gewand eines Auto- oder Immobilienkaufs, der Corona-Krise oder eines Geschäfts, das im Internet abgeschlossen wurde, daherkommen. Immer wieder stellen sich rechtliche Problem, auf die das alte, seit seiner Verkündung im Jahr 1900 oftmals geändert BGB dennoch meist eine Antwort parat hält. Das BGB, gerade sein „Allgemeiner Teil“ und das allgemeine Schuldrecht, bilden die Grundlage der deutschen zivilen Rechtsordnung. Hier werden zahlreiche Auseinandersetzungen ausgefochten und wer hier sattelfest ist, ist für die Auseinandersetzung mit einem Gegner gut gerüstet. Hier ist der gründliche ausgebildete Jurist gefragt, der sich umfassend mit den zahllosen Spezialproblemen auseinander gesetzt hat, die das wahre Leben immer wieder stellt.

Recht haben hilft wenig, wenn es nicht durchgesetzt werden kann: Dies ist die Aufgabe des Zivilprozesses und daran anschließend ggfs. die Zwangsvollstreckung eines erstrittenen Urteils. Auch hier ist der gute Jurist gefragt, der es vermag, vor Gericht seine Auffassung zur Geltung zu bringen.

Schließlich ist ein weiterer und relativ neuer Teilbereich des Zivilrechts die Anspruchsprüfung, die Prozessführung bis hin zur Durchsetzung der Ansprüche für Mandanten, die vom Diesel-Abgasskandal und anderen Massenschädigungen betroffen sind. Im Fokus des Dieselskandals stehen Fahrzeuge des VW-Konzerns und von Daimler. Die Prüfung umfasst neben dem Schuldrecht  die Prüfung des Deliktsrechts sowie bei finanzierten Fahrzeugen die Frage, ob ein Widerrufes der verbundenen Geschäfte zum Ziel des Mandanten führt. Neben den Herstellern sind auch die Ansprüche gegen die Verkäufer der „Skandal-Autos“ und eventuell auch von Zulieferern in den Blick zu nehmen. Wie meine Praxis zeigt, bestehen Erfolgsaussichten, sofern die Voraussetzungen eines Anspruches vorliegen. Diese Prüfung ist in jedem Einzelfall neu vorzunehmen, eine schematische Betrachtung verbietet sich. Aus diesem Grund kann ich Internet-Lock-Angeboten an Diesel-Geschädigte wenig abgewinnen.

 

Wirtschafts- und Gesellschaftsrecht, Erbrecht und Vorsorge

Wirtschaftsrecht / Gesellschaftsrecht

Hierzu gehören schwerpunktmäßig die Rechtsgestaltung und die rechtliche Beratung/Vertretung der Unternehmer und Gesellschafter im Handels- und Gesellschaftsrecht. Meine Mandanten sind Freiberufler, Einzelunternehmer, GmbH und GmbH & Co. KG, gerade auch in Nachfolge-, Übertragungs- und sonstigen Gestaltungsfragen, die den Steuerberater überfordern. Daneben stellen sich dem Unternehmer im Geschäftsleben eine Fülle von Rechtsfragen, wie Vertrags- und AGB-Recht, Zahlungs-, Gewährleistungs- oder Schadensersatzansprüche. Das Spektrum reicht von der außergerichtlichen Vertretung über die Prozessführung bis zur Durchsetzung im Wege der Zwangsvollstreckung.

Dabei versuche ich nach Möglichkeit, Prozesse zu vermeiden und Konflikte außergerichtlich zu befrieden. Gerade der Griff zum Telefonhörer und ein persönliches Wort wirkt in vielen Fällen deeskalierend, bevor Positionen durch zigfaches Hin- und Herschreiben hoffnungslos verhärtet sind.

Andererseits müssen Berufs-Pleitiers wie der sprichwörtliche „Schuldenkönig“ durch konsequentes Forderungsmanagement und zügiges Einleiten gerichtlicher Schritte gehindert werden, weitere Schäden anzurichten und Schranken gesetzt werden.

Erbrecht + Vorsorge – gerade für Unternehmer und Freiberufler

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Bereich des Erbrechts und der vorsorgenden Gestaltung, wie Vorsorgevollmachten, Patienten- und Betreuungsverfügungen. Sowohl der Unternehmer und seine Familie, als auch die meisten anderen Menschen haben grundsätzlichen Beratungsbedarf, der durchaus erkannt, gerne aber immer weiter aufgeschoben wird, weil die Auseinandersetzung mit Unfall, Krankheit und Tod nur allzu gerne beiseite geschoben wird. Bisweilen gibt erst ein konkreter Anlass im eigenen Umfeld den Anstoß, sich dieses höchstpersönlichen, sensiblen Themenfeldes anzunehmen. Wie meine Erfahrung zeigt, werden im Rahmen der Beratung häufig weitere Fragestellungen „entdeckt“, deren Bearbeitung Zeit, Gespräche mit den Beteiligten und viel Nachdenken erfordert. Dann ist es gut zu wissen, dass der Berater nicht nur Interessenvertreter und Vertrauensperson ist, sondern auch effizient und kostentransparent arbeitet und für den Mandanten stets erreichbar und ansprechbar ist.

Für Unternehmer und Selbständige ist der Beratungsbedarf besonders hoch, wie diese exemplarischen Fragen zeigen: Wer kann für das Geschäft oder die Praxis handeln, wenn der Chef aufgrund eines Unfalls ausfällt? Liegen ausreichende Vertretungsregeln und Vollmachten vor? Kann eine Vertrauensperson auf eine Vorsorgevollmacht und ggfs. auch eine Patientenverfügung zugreifen? Ist kurzfristig Geld liquide verfügbar, um auflaufende Rechnungen zu bezahlen? Wie schütze ich meinen Nachfolger und das Unternehmen vor unerwünschter Erbfolge und Pflichtteilsansprüchen?

In dem Spezialgebiet der Nachlassinsolvenz trifft das Insolvenzrecht mit seinen besonderen Regeln mit den ausdifferenzierten, mitunter in der Praxis harten Normen des Erbrechts zusammen. Eine juristisch schwierige Gemengelage. Dies erfordert für die dem Nachlass-Insolvenzverwalter gegenüber stehenden Angehörigen, etwa den aufgrund eines Todesfalles aus einer Lebensversicherung oder Rentenleistung Begünstigten, die der Verwalter an sich ziehen möchte, einen kundigen Anwalt und eine engagierte Vertretung. In diesem rechtlichen Minenfeld haben einige Mandanten leider schlechte Erfahrungen mit unsäglich agierenden Insolvenzverwaltern machen müssen. Hier hilft nur, sich starken Beistand zu holen, der die Angriffe auf Augenhöhe parieren kann.